Reviews

 

Metalglory Metal Portal  17.10.2002:

AEGIR - In nordischer Mythologie der Meerriese, besonders des ruhigen Meeres. Er gehört den Jötunn an. Sein Beiname ist „Herr des Meeres” und „der Grauenhafte”. Aegir ist Sohn des Miskorblindi. Dieser trotz des Beinamens den asischen Göttern freundlich gesinnte Riese ist der Gatte der Meeresgöttin Ran. Mit ihr ist er Vater der neun Aegirstöchter.
Soweit also die Definition des Bandnamens, kommen wir nun zur Musik, welche laut Vertrieb und bandeigener Homepage Vergleiche zu BURZUM (besonders in der „Filosofem“-Phase) laut werden lassen soll.
Dass uns dies jedoch von sehr vielen Labels und Bands versprochen wird und selten gehalten wird, ist wohl kein Geheimnis und wie schon in vielen Fällen zuvor wird auch hier das Versprochene nicht gehalten!
Zwar spielt Morthagor (einziges Mitglied bei AEGIR) definitiv langsamen, frostigen Black Metal, welcher an vielen Stellen auch durchaus zu gefallen weiß, doch immer dann, wenn ein Hauch von kalter Atmosphäre (in Form von spärlichen Keyboardtupfern oder einigen sehr gelungenen monotonen Gitarrenriffs) aufkommt, macht das schreckliche Organ jegliche Stimmung zunichte und fordert regelrecht dazu auf, das Tapedeck abzustellen!
Verzerrt ohne Ende und bar jeglichen Gefühls hört sich der Gesang einfach nur schlecht an, was die Nerven des Hörers aufs Stärkste strapaziert!
Warum nimmt man denn kein Instrumentaldemo auf, wenn man mit dem Singen einfach noch nicht so weit ist? NARGAROTH und BURZUM haben damals auch so angefangen und gerade wenn BURZUM ein Einfluss für AEGIR sein soll, würde doch auch nichts dagegen sprechen, den gleichen Weg zu wählen, zumal es den Gesamteindruck dieses Werkes doch erheblich verbessern würde!
An manchen Stellen wechselt das Organ von dem dumpfen Gekeuche und nasale und klar gesungene Passagen, was die Sache auch nicht aufregender gestaltet, hier wollte man offenbar „En ring til aa herske“ (von BURZUMs „Det som engang var“) nacheifern, was ich nicht unbedingt als gelungen erachte!
Doch genug der Kritik, glücklicherweise besteht das vorliegende „Demo 2002“ ja nicht nur aus Gesang und auch wenn dieser auf diesem Demo misslungen ist, kann man AEGIR attestieren, daß die Band noch am Anfang steht und noch genügend Zeit hat, dieses Manko auszubessern!
Nun aber zurück zur Musik.
Gerade die Stellen, bei welchen vereinzelt Keyboards verwendet werden, wissen zu gefallen und auch die Gitarren kommen auf ihre kratzige Art und Weise gut rüber, nur bei den Drums hätte ich mir etwas mehr Druck gewünscht! Ärgerlicherweise ist gerade die Stimme viel zu weit in der Vordergrund gemischt, was sehr viel Geduld erfordert, sich auf die Musik zu konzentrieren, welche wirklich nicht schlecht ist aber desöfteren ein paar zündende Ideen nötig hätte, denn auch wenn Monotonie hier als Mittel zum Zweck eingesetzt wird, kann man keine genialen Riffs Marke „Dunkelheit“ vorweisen, was das ständige Widerholen eines Riffes rechtfertigen würde.
Die Aufmachung des Tapes erachte ich als gelungen. Schwarz-weißer Druck, Kittelsen Bild auf dem Cover und im Booklet, abgedruckte Liedtexte – hier geht man vorbildlich zu Werke.
Lyrisch vollbringt Morthagor zwar keine Meisterleistung, schlägt sich aber dennoch recht anständig und mit einer anständigen Stimme könnten diese Texte auch durchaus Atmosphäre entfalten!
Alles in Allem bietet AEGIR auf diesem Tape jedoch definitiv zu wenig, um auch nur in Sichtweite mit der absoluten Genrereferenz „Filosofem“ zu kommen. Dennoch kann man Morthagor bestätigen, frostigen und monotonen Black Metal zu spielen, welcher von musikalischer Seite aus zwar überdurchschnittlich ist aber durch das Verwenden dieser Stimme leider einige Minuspunkte erhält.
Dennoch drücke ich hier ein Auge zu und hoffe inständigst, daß wir es beim nächsten Mal mit einem Instrumentaldemo oder stark verbesserten Gesang zu tun haben!
Bestellen könnt ihr das Teil bei www.ostfront666.de.vu , limitiert ist es auf 100 Stück.

Mordor Magazin 10.10.02:

Aegir – Demo 2002

Morthagor so nennt sich der Mann der hinter diesem Soloprojekt steht. Das Demo 2002, ist so viel ich weis seine erste Veröffentlichung. Auf dem TAPE finden wir vier Songs, mit deutschen und englischen Texten. Musikalisch wird der versuch gestartet ähnlich wie GORGOROTH zu klingen. Dieser Versuch scheitert allerdings erbärmlich. Beim ersten Song auf den Tape habe ich noch das Gefühl es sein so etwas wie ein Intro. Als dann der zweite Song auch so daher kommt stutze ich ein wenig. Auch der dritte und vierte Song sind sehr sehr billig. Gitarrenriffs die wirklich jeder spielen könnte, sogar jemand der das erst mal eine Gitarre in die hand nimmt. Erwartet keinen schnellen Riffs, es gibt kein Gitarrengeraffel, das wäre schon viel zu anspruchsvoll. Alles ist langsam gespielt es gibt null Abwechslung und alles erscheint sehr langweilig. Das zweite Problem ist der Gesang welcher sicher nicht schlecht wäre, wäre er nicht vollkommen übersteuert. Es rauscht und scheppert wie wild, sobald Morthagor ins Mikro brüllt. Da kann auch der Drumsound welcher nicht übel ist nichts mehr dran verbessern. Auch das wirklich schön gestaltete Cover des Tapes, steht in keinem Verhältnis zur Musik. Ich muss schon sagen das ich sehr enttäuscht bin, den von AEGIR habe ich mir echt viel erwartet. Ich kann Morthagor nur empfehlen sich noch mal ein paar Anfänger Gitarrenstunden zu nehmen und sich noch einmal im Arrangieren der Songs zu widmen. Vorher geht da leider gar nichts........................

 

Final War Webzine Dezember 2002

 In meinen Recherchen zum Review stieß ich, sowohl von Band- als auch von Label-Seiten, desöfteren auf den Vergleich zu BURZUMs "Filosofem"-Album. Es widerstrebt mir zwar das erste Demo einer 1-Mann-Band mit diesem Meisterwerk zu vergleichen, zumal dies für die Band selber sicher nicht vorteilhaft ausfallen würde, aber stilistisch ist das Tape auf jeden Fall am ehesten in diese Richtung einzuordnen. Morthagor, alleiniges Mitglied bei AEGIR, reicht natürlich mit seiner Musik nicht an jene Genialität heran, außerdem leidet das "Demo 2002" noch an einigen Schwächen. Allen voran der Gesang, der in "Filosofem"-Tradition stark verzerrt durch die Boxen geschrieen kommt, aber für meinen Geschmack viel zu laut ist und die restliche Musik zu stark in den Hintergrund rücken lässt. Hat mich ein wenig an ABSURDs "Eternal Winter"-Homevideo erinnert; wer es kennt kann sich in etwa das Klangverhältnis vorstellen. Als Stärke kann ich dem Tape allerdings anrechnen, dass es der Künstler versteht, Stimmung zu erzeugen, denn die angestrebte, verlassene Atmosphäre wurde ordentlich in die Tat umgesetzt. Zwar fehlt den Songs manchmal ein bisschen etwas, das sie interessanter macht, aber ansonsten lässt sich mit dem Material was anfangen. Dank Labelunterstützung gibt es noch ein nettgestaltetes, beidseitig bedrucktes S/W/grau-A4-Booklet mit drei der vier Texte. Cover übrigens von Kittelsen, wo wir wieder bei BURZUM wären.

Fazit:
Morthagor müsste sich zwar etwas einfallen lassen, um nicht nur als brauchbare BURZUM-Kopie abgetan zu werden, aber bekommt man die Soundprobleme hin sehe ich keinen Grund für die Zukunft nicht optimistisch zu bleiben.
Im Übrigen die erste Veröffentlichung des noch relativ jungen UG-Labels Ostfront aus Pommern(Grüße an Munin! :) ), und limitiert auf 100 handnummerierte Einheiten.
AEGIR: morthagor@nachtwald.de;
www.aegir.de.vu
Ostfront: tark666@gmx.de; www.ostfront666.de.vu
M. Fischer, Dünenstr. 1, 17449 Karlshagen

 

Nailbombs Webzine Dezember 2002

Aegir  
Titel:
Demo 2002

1. Ein Wanderer
2. In forest so deep
3. Ancient thoughts
4. Gram

Kontaktadresse: http://www.aegir.de.vu

Im Internet hatte ich schon die Gelegenheit mir etwas von dieser Demo anzuhören, mein Interesse wurde geweckt, also bestellte ich mir die Demo-Kassette.

Das Booklet ist schlicht, aber gut gestaltet, Titelliste, Texte, Kontaktadresse, also alles was man braucht, mit ein paar Bildern versehen und gefaltet. Limitiert ist die Demo auf 100 Stck.

Es handelt sich bei Aegir eindeutig um Black Metal, der von Burzum beeinflusst wurde. Die 4 Tracks schleichen ganz langsam aus meinen Lautsprechern. Bei dem ersten Track ("Der Wanderer") war ich fast entsetzt, gefällt mir überhaupt nicht, die Stimme zu stark verzerrt, kein Gefühl, keine Atmosphäre, der schlechteste Track auf dieser Demo. Ganz anders sieht es da mit dem Rest aus. Eine sehr dichte, fast schon erdrückend kalte Atmosphäre breitet sich aus. Die Stimme ist längst nicht mehr so heftig verzerrt, was den Titeln doch sehr zu gute kommt.

Ich habe schon von einigen leuten gehört, dass sie Aegir für absolut schlecht und "schrottig" halten, diese Ansicht kann ich absolut nicht teilen. Sicher, musikalisch ist Aegir nicht auf höchstem Niveau, die Gitarre ist wohl nicht die Beste, aber dennoch sehr überzeugend, diese Demo.

Aegir ist auf jeden Fall auf dem "richtigen" Weg. Musikalisch Mittelklasse, die Atmosphäre und das Gefühl sind top.

Ich glaube die Demo ist vergriffen, jedenfalls bei Ostfront, einfach mal auf http://www.aegir.de.vu vorbeischauen.

Kontaktadresse: http://www.aegir.de.vu

DerNiedergang

 

 

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